Terradata SE AG | Bohrlochvermessung
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Bohrlochvermessung

Vermessung von Bohrungen

Die Lagevermessung einer Bohrung gibt Auskunft über den Verlauf einer Bohrung. Je nach Situation (Art der Verrohrung, Neigung der Bohrung) stehen verschiedene Messverfahren zur Auswahl. Allen Verfahren gemeinsam ist das schrittweises Durchfahren (in Messintervallen) der Bohrung mit einer autonom arbeitenden Sonde.
Die Calipermessung ergibt den Querschnitt einer Bohrung über ihre ganze Länge in einem durchgehenden Log.

Lagevermessung mittels magnetischem Multismart

Multishot ist die klassische Methode um die Lage von Bohrungen zu vermessen.

Dieses System ist geeignet für Vermessungen aller Bohrungen, sofern das Erdmagnetfeld nicht gestört ist (zum Beispiel durch Bohrrohre, erzhaltiges Gestein oder Armierungseisen). Das Azimut wird mit einem hochgenauem elektronischen Kompass gemessen. Treten während einer Messung Störungen im Erdmagnetfeld auf erkennt dies die Messsonde und markiert den entsprechenden Azimutwert als ungültig. Die Neigung wird mittels triaxialem Accelerometer auch innerhalb einer Verrohrung präzise gemessen. Zusätzlich zur Lagevermessung registriert die MultiSmart Sonde Informationen über das Erd-magnetfeld.

Lagevermessung mittels Maxibor (zur Zeit nicht verfügbar, Jan. 2016)

Das Maxibor misst im Gegensatz zu anderen Messmethoden weder die Neigung noch das Azimut, sondern die Krümmung der Bohrung. Wobei eine elektronische Kamera anhand von drei Ringen die vertikale und horizontale Abweichung messen. Eine Libelle im ersten Ring dient zur Bestimmung der Richtungen. Dann wird die Sonde um eine Messlänge (= 1 Ring) nach vorne bewegt und die nächsten Werte gemessen.

Die Messung ergibt den genauen Verlauf einer Bohrung. Um diese jedoch in einem Koordinatensystem orientieren zu können, muss die Anfangsneigung (in unseren Leistungen inbegriffen) und das Startazimut (durch einen Ingenieur oder Geometer) zusätzlich bestimmt werden.

Das Maxibor System wird vorzugsweise in geneigten, verrohrten Bohrungen, oder sogar im Bohrgestänge verwendet. Mit gewissen Einschränkungen kann es jedoch auch in einer unverrohrten Bohrung im kompakten Fels zum Einsatz kommen.

Caliper

Mit der 3-Arm Caliper-Sonde können Bohrlochdurchmesser von 40mm bis 300mm standardmässig gemessen werden. Für Bohrlochdurchmesser bis 710mm können Verlängerungen an der Sonde montiert werden. Während der Messung tasten die Arme kontinuierlich die Bohrlochwand ab und erfassen dabei Durchmesseränderungen, bedingt durch Klüfte, Hohlräume, Wechsel zwischen härterem und weicherem Material (z.B. Locker- und Festgestein) oder Zonen mit Störungen aus Bohrarbeiten, Spülungen usw. In ähnlicher Weise kann auch der Zustand der Verrohrung (z.B. offene Kupplungen oder Bruchstellen) überprüft werden.

Die Caliper-Messung empfiehlt sich als Erst-Untersuchung um Zustand und Stabilität einer Bohrung zu analysieren, wenn zusätzlich noch anspruchsvollere und teurere Messungen, wie Dilatometer-Messungen geplant sind. Ist eine Bohrung mit Wasser gefüllt, kann auch mit einer BHTV-Sonde eine Calipermessung durchgeführt werden.

pdf_icon_transpDatenblatt Multishot magnetisch
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pdf_icon_transpDatenblatt Maxibor
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pdf_icon_transpDatenblatt Caliper
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© Terradata SE AG, 30. 03. 2016, 16:57